Im September 2026: Die Ludwigsburger Schlossfestspiele in Wolfegg
12. September, 19 Uhr:
Italianità mit einem Geigen-Talent
Abenteuerlust, Bildungsdrang oder der Wunsch nach praktischer Erfahrung - diese und viele weitere Grunde motivieren heutzutage zahlreiche junge Menschen zu einem längeren Aufenthalt im Ausland. Dabei ist sicherlich den wenigsten bewusst, dass dies keine Entwicklung der modernen Neuzeit, sondern eine alte Tradition ist. Schon im 17. Jahrhundert begaben sich Adelige und Menschen des gehobenen Burgertums auf Bildungsreisen, um die Kultur eines fremden Landes zu erleben. Unter ihnen war auch Felix Mendelssohn Bartholdy, der mit 21 Jahren von seinem Vater nach Italien geschickt wurde. Seine Briefe aus diesen zwei Jahren sind nur ein Zeugnis seiner Begeisterung fur das Italienische und seine Studien in Venedig, Florenz, Rom und Neapel. Ein weiteres Zeugnis ist seine vierte, die italienische Sinfonie. Zwar hat die Niederländerin Noa Wildschut kein Erasmus-Programm oder freiwilliges Jahr im Ausland gemacht, dafur hat die 24-Jährige die Welt bereits durch ihre beachtliche Karriere bereist. In Wolfegg lässt sie im prachtvollen furstlichen Rittersaal die große und fortwährende Italien-Begeisterung der europäischen (Bildungs-)Reisenden und das von Mendelssohn musikalisch eingefangene italienische Lebensgefuhl aufleben.

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13. September, 11 Uhr und 17 Uhr:
Asya Fateyeva Hope is a dangerous thing
Mut zur Hoffnung! Im Dream-Pop-Song Hope is a dangerous thing for a woman like me to have traut Lana Del Rey der Hoffnung nur zögerlich uber den Weg, bevor sie sich ihr schließlich öffnet (but I have it). Daran angelehnt reflektiert Asya Fateyeva in ihrem gleichnamigen Konzertprogramm uber die Kraft der Hoffnung, das sie gemeinsam mit Barockharfenistin Luise Enzian und Lautenist Thor-Harald Johnsen gestaltet. Die klassische Saxofonistin machte sich innerhalb der vergangenen zehn Jahre einen Namen mit außergewöhnlichen Ideen und Projekten; eine Aufnahme mit barock musizierten ABBA-Songs zählt dabei zu den jungsten Geniestreichen. Asya Fateyeva setzt auf das Unerwartete und auf noch nie gehörte Kombinationen, so auch in ihrem Konzert in Wolfegg: Bereits die Trio-Besetzung hält spannendes Klang-Neuland bereit. Zudem stammen die ausgewählten Werke bis auf den Titelsong allesamt aus einer Zeit, in der die Erfindung des Saxofons noch ein- bis zweihundert Jahre entfernt war. Die Musikerin verfolgt mit ihrem Instrument eine Sehnsucht nach Schönheit, wie sie es beschreibt, und lädt das Publikum zur Entdeckung neuer Klangfarben und zeitenuberdauernden Synthesen ein - hoffend, dass die Schönheit die Welt retten kann.