Bis 20. September: Honig für Kunst und Gesellschaft Ausstellung
Museum Brot und Kunst, Ulm: Wie Bienen uns inspirieren: Menschen sind seit vielen Jahrhunderten mit Bienen verbunden. Honig und Wachs waren in der Geschichte luxuriöse Produkte und sind bis heute hochgeschätzt. Dass und wie Bienen in Völkern zusammenleben und auf beeindruckende Weise miteinander kommunizieren, lässt uns staunen. So rangiert die Biene als Sympathieträgerin unter den Insekten, und das viel zitierte Bienensterben ist zur Metapher einer leidenden Umwelt geworden.

Die neue Sonderausstellung macht dies zum Thema. Dazu versammelt sie Werke aus der privaten Kunstsammlung Kraft von Joseph Beuys und seinen Zeitgenossen. In Beuys gesamtem Werk spielen Bienen und ihre Erzeugnisse eine wichtige Rolle. Sie stehen für Energie, Nahrung und Wärme. Und damit nicht nur für Naturverbundenheit, sondern für ein nahrhaftes soziales Miteinander-Denken und -Handeln. Hinzu kommen weitere zeitgenössische Kunstwerke, die zum Teil auf Beuys Bezug nehmen, teils aber auch andere Wege einschlagen. So zeigt Matthias Danberg eine Skulptur mit integriertem Video, in dem Schläuche und Pumpen eine zentrale Rolle spielen. Lea Grebe geht in ihrer Arbeit die Fragilität der kleinen Wesen ein. Und Maximilian Prüfer verarbeitet die Eindrücke aus der chinesischen Provinz Sichuan, in der Menschen Blüten von Hand bestäuben müssen, weil es keine Bienen mehr gibt. Die Künstlerinnen Jeanette Zippel und Bärbel Rothhaar haben eigene Imkererfahrungen, ihre Arbeiten entstehen aus der Faszination Biene und der Zusammenarbeit mit diesen Insekten. Alexandra Daisy Ginsberg imaginiert die Welt mit den Augen einer Biene.
Ergänzt wird die Schau durch eine Bienenstock-Installation voller Informationen. Dazu kommen Audio-, Foto- und Videobeiträge von und mit Experten sowie ein umfangreiches Begleitprogramm für Erwachsene und Kinder. Es wird in Kooperation mit dem Bezirks-Imkerverein Ulm e. V., dem BUND Ulm und dem Botanischen Garten Ulm realisiert.