20. Juni bis Ende September 2026: Vergangenheit, Gegenwart, Vergänglichkeit - Ausstellung

Gotischen Haus in Leutkirch: Einem der grundlegendsten und zugleich flüchtigsten Phänomene unseres Daseins widmet sich die Ausstellung ZEITVERGEHEN - as time goes by in der städtischen Galerie im Gotischen Haus in Leutkirch. Sie wird am Samstag, 20. Juni um 15 Uhr im Museumshof hinter dem Gotischen Haus eröffnet.
Die sechsköpfige Künstlergruppe maximal regt mit höchst unterschiedlichen Arbeiten in den historischen Räumen des Gotischen Hauses einen spannungsvollen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Vergänglichkeit und Erinnerung an.
Isa Dahl, Thomas Heger, Rolf Kilian, Bernd Mattiebe, Rainer Schall, Daniel Wagenblast und Bernhard Walz haben sich beim gemeinsamen Studium in Stuttgart kennengelernt und sind seit 1994 als Künstlergruppe mit zahlreichen gemeinsamen Projekten in renommierten Museen und Galerien hervorgetreten. Aus den individuellen künstlerischen Positionen - Malerei, Skulptur und Fotografie - heraus entstehen spezifische Raumkonstellationen, die sich in den historischen Kontext des Hauses einschreiben. Die Arbeiten treten miteinander in Beziehung und entwickeln gemeinsam eine dichte, vielschichtige Inszenierung. Dabei werden Sound- und Lichtkonzepte gezielt eingesetzt, um Wahrnehmung zu lenken und Zeit nicht nur visuell, sondern auch atmosphärisch erfahrbar zu machen. Der Raum wird nicht nur als Ausstellungsfläche verstanden, sondern als aktiver Bestandteil des künstlerischen Konzepts.
Zentrale Begrifflichkeiten für den Umgang mit Kunst, Gesellschaft und Zeit werden in teils übergroßen Sprechblasen sichtbar und in die Räume integriert: WAHRHEIT, RISIKO, SCHÖNHEIT, NOT, HUNGER, SINN, GIER, HEUTE, TROST, HORIZONT, BEDARF. Eindrucksvoll ist das Zusammenspiel von Ausstellungsort und Thema: Das Gotische Haus selbst, geprägt von Geschichte und gelebter Zeit, wird zum Resonanzraum der Kunst. Die alten Mauern tragen Erinnerungen in sich, während die zeitgenössischen Werke neue Perspektiven eröffnen. So entsteht ein bewusstes Innehalten - ein Moment, in dem Besucherinnen und Besucher eingeladen sind, über ihr eigenes Verhältnis zur Zeit nachzudenken. So entsteht eine poetische Reflexion über das Werden und Vergehen, über Dauer und Augenblick. Sie macht spürbar, dass Zeit nicht nur gemessen, sondern vor allem erlebt wird.
Die Ausstellung ist bis Ende September zu folgenden Zeiten zu sehen:
Montag bis Freitag 9 bis 12.30 und 14 bis 17 Uhr
Samstag 10 bis 13 Uhr
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