Theater Konstanz: Von A wie Anton Tschechow bis Z wie Zehner
Was ist Ihnen im Leben wichtig? Ihr Garten, Ihr Haus oder gleich die ganze Welt, auf der wir leben? Vielleicht auch einfach nur im Sommer vom Sprungturm im Freibad zu springen? Im Theater Konstanz werden die großen und kleinen Lebensfragen in den drei Spielstätten Werkstatt, Spiegelhalle und Stadttheater erkundet.
Zehner (ab 12 Jahren) von Fayer Koch bringt die Stimme Jugendlicher auf die Bühne. Vier Freund*innen haben erste Berührungspunkte mit Politik, als ihr geliebter Sprungturm aufgrund von Haushaltskürzungen gesperrt wird. Entwickelt gemeinsam mit Konstanzer Jugendlichen, noch bis zum 30. April zu sehen.
Ab 18. April zeigt Tschechows Der Kirschgarten in der Spiegelhalle eine Familie zwischen Vergangenheit und Zukunft. Ausgangspunkt für das Regie- und Choreografie-Team Henri Hüster & Bea Carolina Remark ist der Bewegungsimpuls: Was geschieht, wenn soziale Gewissheiten kippen? Wenn Körper ins Taumeln geraten?
Ab 24. April ist die Uraufführung Schimmel - ohne Pferd und ohne Reiter von Hannes Weiler, inspiriert von Theodor Storms Klassiker Der Schimmelreiter im Stadttheater zu erleben. Es erzählt von Hauke Haien, der mit Logik und Erkenntnis versucht, gegen Aberglauben und Fatalismus anzukämpfen.
In Haus Blaues Wunder (ab 8 Jahren) von Ingeborg von Zadow stehen sich Herr Goldbeutel und Herr Pfefferkorn ab 26. April auf der Werkstattbühne gegenüber, die unwissentlich ein und dasselbe Haus gekauft haben. Während Herr Pfefferkorn in Begleitung eines Eichhörnchens namens Badesalz mit nur einem Koffer einzieht, verbarrikadiert sich Herr Goldbeutel hinter einer Unmenge Möbel. Milan Gather inszeniert absurde Begegnungen voller Witz, Empathie und augenzwinkernder Reflexion über Besitz, Neid und Solidarität.