Die Ravensburger Kulturzeit
Weltbekannte Bratschistin am 16. April im Konzerthaus: Tabea Zimmermann spielt als Solistin und leitet das Stuttgarter Kammerorchester (SKO) am 16. April um 19:30 Uhr.
Fast die gesamte Literatur für Viola hat die "sicher angesehenste Bratschistin der Welt" (Star Tribune, USA) auf CD eingespielt. Tabea Zimmermann "dirigiert" nicht, sie leitet Konzerte gerne "als Teil des Orchesters, mit der Bratsche, aus der Mitte heraus". Ihre Programmwahl für das SKO ist handverlesen. Alfred Schnittkes Monolog für Viola und Streichorchester wird in der Rückschau zum Schlüsselwerk, das vom Wechselbad der Gefühle nach der Grenzerfahrung eines Schlaganfalls und der Rückkehr ins Leben spricht. Das Divertimento der polnischen Komponistin Grażyna Bacewicz treibt die Temperatur Takt für Takt in die Höhe und spiegelt den Witz und die Schnelligkeit seiner Schöpferin. In Béla Bartóks Divertimento von 1939 vibrieren die Ecksätze nur so vor Vitalität. Dagegen ist die Dunkelheit des Mittelsatzes eine Art Prophezeiung und, wie ein Biograf einmal sagte, "der vielleicht schönste Einsamkeitsmonolog des 20. Jahrhunderts."